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Yammi Motor... standfester Motor mit "kleiner" Macke :-(
 

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Der Yamaha XTZ 660 Motor...

In Mastiff, Baghira und Skorpion von MZ (MuZ) arbeitet der bekannte und recht bewährte Motor der Yamaha XTZ 660, der auch in der SZR 660 mit etwas anderem Getriebe verbaut ist. Ursprungsaggregat waren die älteren (noch luftgekühlten) Motoren der XT-Baureihe (XT 600 / TT 600)... das mal vorab, damit man einschätzen kann, ob der eigene Motor den gleichen Aufbau hat...

Kennung des Motors = 3YF

(Motorkennung bei Seriennummern sind z.B. 4NN)

 

 

Das Zahnrad rechts unten und dessen Befestigung über das Sicherungsblech... links oben, halb vom Kupplungskorb verdeckt liegt die Ausgleichswelle.

 

Hier die Ausgleichswelle bei abgenommener Kupplung und Mutter nebst Sicherungsblech usw. Gut zu erkennen der Keil (Passfeder), der später noch Erwähnung findet...

Lange vor dem Motorschaden...

Schon Monate und damit einige tausend Kilometer vor dem Motorschaden dachte ich mal, dass der Motor am "eingehen" ist - klopfte und rasselte im Leerlauf irgendwie verdächtig, obwohl er noch einwandfrei funktionierte! Dachte an einen sich anbahnenden Lagerschaden...

Irgendwie kam das Geräusch aber so "eindeutig" von vorne rechts, dass ich mich an einem (vermutlich) regnerischen Tag in der Garage mal an den rechten Motordeckel gemacht habe. Leider ist mein Rahmen noch so konstruiert, dass der Deckel bei eingebautem Motor nicht (ganz) abnehmbar ist... aber er lässt sich mit Geduld und Gefühl so weit neigen und drehen, dass man in das Innenleben schauen kann. Dabei ist mir eine ganz leichte Schleifspur des Kurbelwellenzahnrades auf dem Motorgehäuse aufgefallen. Beim "noddeln" am Zahnrad sah ich sofort, dass dieses locker war, obwohl das Sicherungsblech darüber umgeschlagen war! Die Mutter ließ sich dann tatsächlich per Hand (!!!) um ein ganzes Stück wieder anziehen... DA STIMMT WAS NICHT!

Also Mutter ganz runtergedreht -> Bingo... das Sicherungsblech hat zur Arretierung nach unten nur eine ganz feine Metallnase - die ist einfach abgebrochen und durch die Vibrationen hat sich die Mutter dann einfach zusammen mit dem Blech aufgedreht *würg!*. Der dahinter liegende Passstift hatte einen Bruch (an unkritischer Stelle) davon getragen. Ich habe die Mutter dann fest verschraubt und einfach Ritzel gegen Mutter sowie Mutter gegen Welle mit je einem Schweißpunkt an neuerlichem Eigenleben gehindert...

Noch ein kurzer Blick auf das "gegnerische" Zahnrad der Ausgleichswelle, die fast ebenso befestigt ist geworfen (leider kaum zugänglich mit dem nicht abnehmbaren Deckel und durch die Kupplung halb verdeckt) - also mit Hand drehte sich nichts und schien alles okay...

Alles wieder montiert und Motor angelassen - alle Geräusche waren verschwunden und die Kleine lief ruhig wie nie!! Klasse ;-)

 

 

 

 

Hier sieht man die eingegossene Motorkennung 3YF, die auch auf fast allen anderen Teilen des Aggregats zu finden ist...

Der Motorschaden...

Die Kiste läuft und läuft und läuft und ich freu mich über jede Fahrt mit der Kleinen... auch an einem sonnigen Januartag 2008. Weit über 200 Kilometer habe ich schon abgespult und bin kurz vor der Heimat, als es plötzlich einen kernigen Schlag unter mir tut und das Hinterrad blockiert... erschrocken ziehe ich die Kupplung wegen des schlingernden Hinterrades und das Hinterrad dreht wieder frei - aber einen Moment später blockiert es erneut, obwohl ich die Kupplung noch gezogen habe... ich komme zum Stehen und denke als erstes "Dir hat´s die Kette verspult!" - aber ein Blick nach hinten zeigt... neeee, da hinten ist alles okay! Oha!! :-(

Ein Blick nach vorne offenbart einen gewaltigen Riss im Motorblock und ich steige erst mal vom Bock um genauer zu schauen... das Pleuel schaut unten an der Motoraufhängung aus dem Block und das Motorgehäuse ist mehrfach gebrochen -> Totalschaden.

Beim Zerlegen des Motorblocks wollte ich schon fast aufgeben, weil ich das Zahnrad der Ausgleichswelle nicht abgenommen bekam und ja eh nichts mehr zu retten war - ein Kumpel der mal zum "kondolieren" vorbei kam half kurz mit, da selbst neugierig und wir hebelten und klopften das Zahnrad runter... was dann statt dem erwarteten Keil (Passfeder) zum Vorschein kam war erschreckend für mich:

 

Die Passfeder war einfach in der Mitte abgeschert worden, dadurch konnte sich die Ausgleichswelle gegenüber der geforderten Position zur Kurbelwelle verdrehen - und zwar so weit, dass sie auf die Kurbelwelle bzw. das Pleuel schlug - das war´s dann auch...

Die Passfeder ist natürlich nicht wirklich Schuld - es ist nicht deren Aufgabe die Kraft zu übertragen, sondern nur das Zahnrad zu fixieren, bis die Mutter den Kraftschluss herstellt... also muss sich auch diese Mutter gelöst haben - das dann aufgetretene Spiel muss mit der Zeit den Keil "getrennt" haben... und dann ist´s vorbei.

Nach Recherchen im Internet (Foren) weiß ich, dass das auch schon anderen passiert ist (so oder ähnlich) und sogar schon der ältere, luftgekühlte XT Motor hier ab und an Probleme hatte. Unverständlich ist, warum man die Befestigung nicht verbessert hat - vermutlich tritt es dafür zu wenig auf bzw. erst weit, weit nach irgendwelchen Garantieansprüchen... und nichts ist für die Ewigkeit?!

Übrigens hat das Hinterrad noch ein zweites mal blockiert, weil irgendein Metallstück sich nach hinten zum Getriebe verirrt hat und blockierte dann auch noch das Getriebe...

Kopf, Kupplung usw. sind vollkommen unbeschädigt und wäre das Gehäuse oben nicht ganz so weit gerissen, hätten Zylinder und Kolben auch überlebt - leider hat aber das Pleuel jeweils ein kleines Stück ausgebrochen... die Laufflächen wären noch tadellos gewesen.

 

 

 

 

Der neue Motor und die (hoffentlich erfolgreiche) Vorsorge...

Nach ein bisschen Suchen hatte ich mehrere Motoren angeboten bekommen und mich für ein wohl sehr seltenes (wenn auch etwas teureres) Angebot über einen nagelneuen, ungefahrenen Motor als Ersatz entschieden... als erstes musste natürlich wieder meine abgedrehte Schwungmasse usw. in den neuen Motor verpflanzt werden - und dann wollte ich unbedingt doch so gut wie möglich etwas gegen dieses Problem unternehmen - würde mich saumäßig ärgern, wenn mir das Gleiche nochmal passieren würde!!

Erst war ich ja am überlegen, ob ich einfach die Wellen mit den Zahnrädern und Muttern (wieder) mit einem Schweißpunkt sichern soll - das würde einen guten Schutz bieten. Aber irgendwie sind die Hemmungen an einem nagelneuen Motor solche Operationen vorzunehmen dann doch zu groß gewesen und so habe ich mich entschlossen, einfach ein selbstständiges Lösen der Muttern mit einer hochfesten Schraubensicherung (hoffentlich) auszuschließen! Eigentlich dürfte nicht passieren, wenn die Mutter sich nicht losrütteln kann...

Ich will an dieser Stelle eigentlich allen mit einem solchen Motor an´s Herz legen, den rechten Deckel mal vorsorlich abzunehmen (Dichtung, falls danach defekt, schon vorab besorgen... ist für unter 10 Euro zu haben z.B.. Händler auf ebay). Interessant wäre dann, ob schon was locker ist - in jedem Fall würde ich die Muttern dann kurz abnehmen, entfetten und mit Schraubensicherung wieder montieren und richtig gut anziehen! Bei der Ausgleichswelle kommt man allerdings wohl ohne das Abnehmen der Kupplung (geht aber recht leicht) nicht wirklich an´s Gewinde ran - habe ich jetzt nicht versucht, ob man die weit genug abgenommen bekommen würde ohne Kupplungsdemontage...

Wenn eine Passfeder schon malträtiert worden sein sollte, weil was locker war, würde ich diese austauschen! Es gibt auch jemanden der härtere Passfedern anbietet - aber auch die werden bei einer gelockerter Mutter das ganze (wenn überhaupt) nur verzögern - aber nicht verhindern... deswegen habe ich es beim neuen Motor, nach anfänglichen Überlegungen diese zu wechseln, beim Original belassen...

Noch kurz zu der Kurbelwellenmutter - das ist eine SW 36 !!! Die meisten werden nicht mehr als SW 32 im Werkzeugkasten haben?!?! Gegebenenfalls irgendwo ausleihen?!

Nun hoffe ich, dass der neue Motor mir wieder den gleichen Spaß bereitet, wie der erste - nur länger... viel länger *KLOPF-AUF-HOLZ*.

 

 

 

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