ACHTUNG: Ich distanziere mich grundsätzlich von den Inhalten aller auf meiner Page verlinkten Seiten !

Wenn nicht anders angegeben, unterliegen die gezeigten Bilder meinem Urheberrecht und dürfen nicht kopiert werden!

    Besucher seit 24.03.1999=

            © ARMPAS

 

Jetzt ein dicker V2 Moto Morini Corsaro 1200... molto bene!
Für die Gabel habe ich mittlerweile zwei unterschiedliche Verbesserungsvorschläge anzubieten... erst mal die "light" Version, die schon für wenige Euros eine Verbesserung bringt... dann die "fuel" Version, die für ein paar Euros mehr auch etwas mehr bringt. Zu guter letzt noch ein Wort zum Federbein, wenn wir schon beim Fahrwerk sind :-)


Bebildern muss man den einfachen Umbau wohl nicht, deswegen hier einfach ein paar Bilder vom erwähnten Gabeldefekt...

 

+

 

 

Gabel / Fahrwerk verbessern "light"...

Vorab: Gilt nur für die Gabel mit Druckstufe im linken Holm und Zugstufe im rechten Holm. Die Veloce bis 2012 hat eine andere Ausführung (beides an beiden Holmen einstellbar).

 

Schon bei den ersten Einstellfahrten war klar, dass die Gabel für meine Einsatzgebiete (Landstraßen, gerne auch mal holprige Nebenpisten) zu stark dämpft (Druckstufe zu hart). Nur bei ganz geöffnetem Einstellventil (ganz gegen den Uhrzeigersinn rausgedreht) kann man damit leben...

Dann kam ein Gabeldefekt (Zugstufe schlagartig ohne Funktion - siehe auch News 2012 = Eintrag vom 6 und 14.04.2012) und ich habe die Gabel bei HH-Racetech gleich komplett überarbeiten lassen (Stufe 4). Das war zwar recht teuer, aber hat wirklich besser funktioniert... nur der dabei gewonnene Federweg von 2-3 cm ist kaum nutzbar, da die Bremsleitungen dafür zu kurz sind (ggf. prüfen!). Hatte die Gabel dann einfach etwas durchgesteckt. Das nur am Rande, weil dann klar war, die Gabel könnte es besser :-)

Dann kam mein kleiner Unfall und der Kauf vieler neuer, teurer Teile und gleichzeitig ein Angebot, meine Gabel gegen eine originale zu tauschen bei entsprechendem Wertausgleich. Ich war jung *g* und brauchte das Geld ;-))

Also war ich nach der Reparatur der Kiste nun wieder mit einer originalen Gabel unterwegs und dem erneuten Ärger über die Druckstufe... nun kommt das wesentliche - der kleine Eingriff mit großer Wirkung:

Gabelholm links (also Druckstufe C / Compression) ausbauen (Tipp: obere Gabelklemmung als erstes lösen und dann schon die Verschlusskappe der Gabel leicht lockern), Verschlusskappe nach Ausbau ganz lockern (nichts abbauen, das geht so!) und das Öl aus dem Kopf stehenden Gabelholm pumpen, in dem die Gabel immer wieder zusammengedrückt wird (es sollten recht genau 685 ml kommen, erst dann ist das alte Öl ganz draußen!).

Nun 750 ml neues, 2,5er Gebelöl (original = 7,5er Viskosität) langsam einfüllen und Gabel dann wieder mehrmals langsam ein- und ausfedern lassen, um die Gabel somit zu entlüften. Kappe wieder aufschrauben und Holm wieder einbauen (Tipp: nun untere Gabelbrücke als erstes anziehen und dann Verschlusskappe nochmal nachziehen, bevor obere Klemmung festgezogen wird)...

Ich habe (hatte) die Druckstufe nach einigen Tests mit dieser Konfiguration dann etwa 1/2 Umdrehung zu, die Zugstufe bis auf 1 Umdrehung ganz zu...



Typ 105/MM3 beachten, da es unterschiedliche gibt - dieser Typ passt :-)

 

Schööööne Teilchen... verschraubt um jederzeit auch Reparieren zu können!

 

Auch mal der Vergleich zum Original...

Gabel / Fahrwerk verbessern "fuel"...

Vorab: Gilt nur für die Gabel mit Druckstufe im linken Holm und Zugstufe im rechten Holm. Die Veloce bis 2012 hat eine andere Ausführung (beides an beiden Holmen einstellbar).

Erst mal warum überhaupt weiter verändern??

Wenn man die ausgebaute Gabel (bzw. die einzelnen Kartuschen für Zug- und Druckstufe) mal genau anschaut fällt auf, dass es sich um recht billig verpresste Innereien handelt, die nicht repariert werden können - das ist schon mal schade, wenn auch nicht wirklich wichtig, so lange alles funktioniert.

Aber das ist auch schon der nächste Punkt, dass die Funktion nämlich nicht unbedingt so ganz dem entspicht, was man erwartet... am besten zeigt sich das, wenn man den Verschlusskappen an beiden Seiten mal abbaut und die Federn entnimmt, so dass man die Dämpferstangen im Öl ohne Gegenduck der Feder oder eines Luftpolsters testen kann... und auch den Einfluss der Einstellschraube beim Drehen an dieser...

Die Zugstufe erzeugt über den kompletten Bereich eine deutliche Dämpfung, wenn man die Dämpferstange nach oben zieht UND diese wird auch immer stärker, je weiter man die Einstellschraube im Uhrzeigersinn zudreht... aber es fällt auch auf, dass in die Gegenrichtung (Druck) auch ein ganz schön großer Widerstand aufgebaut wird! So weit aber noch glaubhaft :-)

Nun nehmen wir mal die Druckstufe... und? Was fällt auf?? Die Druckstufe geht sehr, sehr leicht... der Einstellbereich ändert nur wenig (kaum spürbar). Zugstufe ist keine vorhanden (was okay ist)! Sprich, die Druckstufe macht eigentlich weniger Druckstufe als die Zugstufe! Da die Gabel nicht besonders sensibel anspricht müsste man also fast das Öl der Zugstufe dünner machen.. aber halt! Denn die ist ja fast ganz zugedreht, damit die arbeitet, das würde dann ja in die Hose gehen :-(

Also nun zur Änderung / Umbau:

Ein Umbau zum fairen Preis (rund 450 Euro) ist der komplette Autausch der Gabelcartridges. Hier gibt es gaaanz teures Zeug von Matris usw. - ich habe aber die überall recht gelobten Cartridges von Andreani für die Corsaro entdeckt und das war dann das, was mir vorschwebte... aber einfach 450 ausgeben ohne zu wissen, ob es das ist, was man will?? Da kam mir die "defekte" Gabel den Kumpels ganz recht ihn mit der Nase auf diese Idee zu stoßen und so schlug er zu :-) Das Ergebnis war gut und so habe auch ich auch zugeschlagen und gleich noch etwas Feintuning an den Ölviskositäten und Mengen vorgenommen... das ist dann eine echt feine Sache! Das Ansprechverhalten wird deutlich verbessert und auch sonst funktioniert alles so, wie man sich das vorstellt!

Der Umbau an sich: Schrauben unten an der Gabel rausdrehen, oben die Kappen aubschrauben, olle Cartridges entnehmen (sind noch gutes Geld wert, wenn okay!)... Öl rauspumpen (ggf. reinigen) und neue Cartridges einbauen und wie folgt befüllen:

Druckstufe: Ich habe 5er Gabelöl verwendet - keinesfalls höher gehen! Eher niedriger (2,5er). Menge etwa 700ml (Luftpolster ohne Feder nach Entlüften mit 120mm gewessen)... bislang optimale Einstellung = nur einer 3/4 Umdrehung "zu".

 Zugstufe: Ich habe 10er Gabelöl verwendet - keinesfalls höher gehen! Eher noch etwas niedriger (7,5er). Menge etwa 700ml (Luftpolster ohne Feder nach Entlüften mit 120mm gewessen)...  bislang optimalen Einstellung = 3 Umdrehungen "zu".

 Federvorsannung: 4 sichtbaren Ringe

Tipp: Nach den ersten Fahrten ist mir irgendwann aufgefallen, dass die Einstellung der Federvorspannung anders ist, als ich die ursprünglich vorgenommen habe... die Ringe (vor allem auf einer Seite) sind weiter sichtbar?!?! Natürlich kein Schraubenschlüssel dabei und im Ärger darüber einfach mal mit Hand versucht zu Drehen und siehe da... das geht ganz leicht... zu leicht!!! Denn danach habe ich das beobachtet - die "Vorsann-Schraube" dreht sich beim Fahren (vor allem über meine geliebten Buckelpisten) gaaaanz langsam raus! Ich habe nun in den Spalt oben einfach ein Tropfen Schraubensicherung laufen lassen... beim Hand-Test hält es nun :-) Ich denke das sollte dann auch beim Fahren passen. Wenn man also seine Einstellung gefunden hat, sichern...



Noch kurz zum Federbein...

Ich habe das Sachs drin und bin damit ganz zufrieden. Mein Kumpel war weniger zufrieden (hauptsächlich aber, weil die Einstellmöglichkeit fast ausgeschöpft war - ist bei mir aber ähnlich) und hat bei einem Schrauber aus Sande das Federbein (inklusive anderer Feder) überarbeiten lassen. Ergebnis: Kaum mehr fahrbar auf Landstraßen. Es hat ihn viel Mühe gekostet das Ding so zu verstellen, dass es wieder einigermaßen ging. Nun, etwa 1 Jahr später, geht die Zugstufe des Federbeins nicht mehr und es wird wohl einfach wieder ein gebrauchtes Sachs verbaut werden :-) Das "bessere" Öhlins der Veloce scheint für Landstraßen ebenfalls zu straff ausgelegt zu sein, zumindest hat ein Forumist, mit dem ich schon gefahren bin, große Probleme damit und beim "Wipp-Test" wundert mich das nicht... Zug und Druckstufe sollten ganz offen gewesen sein und das Ding dennoch bretthart. Er wird auch nach einem Sachs schauen... es ist nicht alles Gold was glänzt :-)

 


Klick Dich zur Liste der Umbauten bzw. Tipps und Tricks rund um die Moto Morini Corsaro...


< Zurück zur Seitenübersicht >

Designed für Bildschirmauflösung von mindesten 800X600 Pixeln von Armin Pastula alias ARMPAS - Private Internetseite!