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Jetzt ein dicker V2 Moto Morini Corsaro 1200... molto bene!

   

Tank hochklappen, dann abschließen und abbauen... ausmessen...

 

Original ragt der Sensor gerade mal rund 13cm in den engen Tankraum...

 

Verlängerung über eine "Gewindeschiene"... etwa plus 6cm...

 

Damit nie etwas passieren kann per Silikonschlauch isolieren und mit Kabelbindern etwas fixieren...

Reserve bzw. Reserveanzeige verbessert (Version 1 = alt):

Obwohl ich es schon in Testberichten vor dem Kauf gelesen hatte und somit um die knapp bemessene Reservemenge wusste, bin ich bei der Überführung nach Hause nicht viel mehr als 10 Kilometern nach dem Aufleuchten der Reserveanzeige liegen geblieben... dann ging es per Anhalter zur Tanke *grrrrr*

Schon da war klar, dass sich das ändern muss... sollte über den Versatz des Sensors an der Benzinpumpeneinheit auch recht locker möglich sein.

Der Sensor wird einfach über 12V beheizt... so lange er im Sprit ist, kühlt der Sprit den Sensor ab - mehr passiert nicht... ist aber der Benzinstand so weit abgesunken, dass der Sensor in der Luft ist (aus dem Benzin ragt), wird er warm und das detektiert der Tacho und es geht die Reservelampe an.

Wenn man sich anschaut, wie wenig Sprit unten im Tank Platz findet ist eigentlich klar, dass das SO keinen Wert hat. Erst in gut 20cm Höhe fängt der Tank an breit bzw. bauchig zu werden und wirkliches Volumen zu erlangen... der Raum bis dort hin ist so klein, dass er grob geschätzt wohl nicht mehr als um die 3 Liter Sprit fasst... das sollte man als Reserve eigentlich mindestens haben, denke ich...

Ich habe den Tank ganz entleert und versucht beim Auffüllen zu ermitteln, wann die Reserve erlischt. Leider geht das aber nicht so einfach, da die Reservelampe sehr langsam reagiert. Also habe ich Liter für Liter eingefüllt... bei ca. 3 Litern ist die Reservelampe aus geblieben (allerdings Mopped leicht schräg auf meinem Heckständer). Also in etwa die geschätzten 3 Liter, die ich will... damit sollte man gut 30km kommen und eine Tanke finden (beim brav fahren geht natürlich auch mehr). So kann man das mal lassen für nen Praxistest!

Nachtrag / Praxistest: Habe mit dem Umbau beim Erreichen der Reserveanzeige recht genau 15 Liter nachgetankt  (Weg zur Tanke in etwa abgerechnet)... bei den 18 Litern Tankinhalt (Angabe schwankt zwischen 17 und 18,5 Litern, mittlerweile selbst mit recht genau 18 Litern ausgelitert!) passen meine knapp 3 Liter Reserve also recht exakt!

Kurz zur Tankdemontage:

Fahrersitzbank abschrauben (Gummis am Sitzbankende entnehmen, darunter sitzen die Schrauben) / Züdschlussblende abnehmen / 2 Schrauben darunter (Tankhalterung) rausdrehen / Tank hochklappen (Lappen zum Heck unterlegen) / Überlaufschläuche, Steckverbinder und Benzin-Schnellverschlüsse (Haltenasen mit Schraubndreher unter Zug wegdrücken) abnehmen / Bolzen der Tankhalterung rausziehen und Tank ganz abnehmen / Beninpumpeneinheit abschrauben und vorsichtig aus dem Tank ziehen... | Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge...

Das Auslitern des Tanks und der Reservemengen in Bildern (war bei der unten gezeigten Umbauversion 2)... Bild1 - Bild2 - Bild3

<-- Alle Bilder klickbar für volle Größe!

   

 

So sieht der Schwimmerschalter aus... Funktion: Reedkontakt, der über einen Magnet am Schwimmer bei Reserve geschlossen wird.

 

       

Es waren ein paar Versuch nötig, bis meine "Wunschreservemenge" erreicht war... erster Versuch = 8 Liter... zweiter = 2 Liter... dritter = 3 Liter.

 

 

Prinzipschaltbild / Schaltplan alt und neu*

*Mittlerweile mit zusätzlicher Einschaltverzögerung - siehe Text und Plan dazu!!

Noch ein paar Detailbilder gefällig?? Ja, gibt´s auch noch :-)

   Verkabelung intern

   Widerstände ext.

Anschluss fertig inklusive der zwei Widerstände

   Simulation Tankzustände

Reserve bzw. Reserveanzeige verbessert (Version 2 = neu):

Es ist schon ein bisschen komisch... im ersten Winter (also kurz nach dem Kauf im letzten Jahr), hatte ich die Probleme mit der sehr geringen Reservemenge. Den ganzen Sommer hatte ich (nach meinem Umbau mit höher gelegtem Reservefühler (also oben genannte Version 1) keinerlei Probleme mehr.

Im jetzigen, zweiten Winter habe ich es wieder zwei mal geschafft mit der Kitse liegen zu bleiben. Dachte an einen defekten Fühler und habe diesen durch einen gleichartigen von einer Yamaha ersetzt (Geber bei Morini einzeln nicht zu bekommen... nur ganze Benzinpumpeneinheit zu 450 Euro!). Aber es änderte sich nichts am Problem :-( Einen anderen Fehler kann ich nicht feststellen und weiß sogar, dass die Schaltschwellen des Cockpits korrekt sind.

Jetzt aber mal kurz zur Technik des "Reservefühlers" und meiner Theorie des Ganzen: Der Fühler ist ein kleiner NTC-Widerstand, der einfach in ein Metallgehäuse gesteckt ist. Der Tacho schickt einen kleinen Strom (um die 10mA) in den NTC, dieser erwärmt sich langsam und sein Widerstand sinkt von rund 2,2 K bei Raumtemperatur auf unter 40 Ohm ab. Die Spannung der Messschleife sinkt dabei unter ca. 4,8 Volt und unter dieser Schwelle wird die Reservelampe angesteuert. Wird der Benzinfühler nun mit Benzin bedeckt, kühlt das Benzin den Fühler ab und dessen Widerstand steigt recht flott wieder aud die 2,2 K an und die Lampe geht sofort wieder aus.

Nun habe ich folgendes probiert... Zündung bei ganz leerem Tank eingeschaltet und mal gewartet, bis die Reservelampe an geht. Das dauert bei knapp 10 Grad Umgebungstemperatur schon recht lange, schätze mindestens 2 Minuten!!!! Dann langsam Sprit eingefüllt und bei etwa 3 Litern ging die Lampe dann aus. Also theoretisch rund 3 Liter Reserve, wenn die Lampe kommt (was ja in etwa meinem Wunsch entspricht)... ABER - jetzt stelle man sich mal vor, wie der Sprit im Tank hin und her schwappt! Immer und immer wieder wird der Geber vom Benzin "getroffen", obwohl schon Reserve wäre (also wenn man Kurven und Berge fährt *g*). Durch die lange Aufwärmphase (bei kurzer Abkühlphase) des Gebers zeigt dieser in der Praxis dann erst Reserve an, wenn der Geber mindestens diese 2 Minuten "frei" liegt... damit das passiert, sind da keine 2 Liter Sprit mehr im Tank!

Jetzt ist das Verhalten sicherlich im Winter besoders drastisch, wegen der geringen Temperaturen UND gleichzeitig steigt im Winter der Spritverbrauch der Kiste ein ganzes Stück an (und man fährt auch keine langen, spritsparenden Touren mehr) und auch Tolleranzen am Benzinfühler und den Messkomponenten im Tachometer sind auch vorhanden und bei mir ev. besonders ungünstig... ABER das ist doch blöd!

Den Geber noch höher zu setzen würde sicherlich helfen - aber man kommt dann so langsam aus dem schmalen Tankende raus und ragt in den großen Tankraum... da wird die Detektion immer ungenauer und das möchte ich nicht. Eiegntlich gefällt mir die Sache an sich nicht, da das (offensichtlich) recht temperaturabhängig ist!

Also habe ich mir überlegt die Sache anders zu lösen! Die große Lösung wäre eine Tankuhr - aber das braucht es ja nicht wirklich... aber warum den (blöden) Sensor nicht einfach gegen einen Schwimmerschalter tauschen??? Gesagt getan :-)

So ein Schwimmerschalter kostet neu um die 15 Euro bei ebay und ist mit etwas Gebastel (und Geduld beim Einsetzen in den Tank) verbaubar. Ich habe mich entschlossen die Widerstandswerte des Originalgebers (in etwa 2,2K und 22 Ohm) zu simulieren und nicht einfach "hart" gegen Masse zu schalten. Die Widerstände habe ich aber nach außen gelegt, damit ich jederzeit da was ändern könnte und z.B. eine zu flackrige Anzeige (weil ja nun keine Hysterese durch das Aufheizen und Abkühlen des Gebers mehr da ist) durch einen Elko etwas "dämpfen" zu können. Beim Trockentest scheint aber die kleine Hysterese vom Cockpit selbst auszureichen (?)... zeigt sich dann im Fahrbetrieb (Dauertest) und wird ggf. natürlich dann korrigiert, falls was zu machen sein sollte!

Nachtrag: Die erste Fahrt zeigte (wie schon oben befürchtet), dass die Anzeige wirklich zu schnell regiert und somit (vor allem bei halb leerem Tank) ein längeres, starkes Bremsen durchaus dazu führt, dass die Reservelampe an geht. Also noch eine kleine Einschaltverzögerung dazu gebaut (Schaltplan) = der Reedkontakt wird nun gegenüber früher mit 12V (über eine kleine Sicherung) beaufschlagt, was dann beim Durchschalten (Tank leer) die Einschaltverzögerung versorgt (links im Plan). Ich habe eine Zeit von ca 25 sec. eingestellt, wird so lang "Spritmangel" detektiert, schaltet das Relais der Schaltung ein und der Relaiskontakt schaltet an der früheren Stelle des Reed-Kontaktes die Res.lampe.

<-- Alle Bilder klickbar für volle Größe!

PS: Der Umbau ist schon ein bisschen Bastelarbeit, zumal die Öffnung im Tank so schmal ist, dass schon Filter und Pumpe reingefummelt werden müssen... mit dem Geber an der Seite wird das nicht besser ;-) Ein noch kleinerer Schwimmer wäre entsprechend einfacher zu handhaben... in dem Bereich werde ich ev. mal was ändern, was aber das Prinzip nicht stört ;-)


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