ACHTUNG: Ich distanziere mich grundsätzlich von den Inhalten aller auf meiner Page verlinkten Seiten !

Wenn nicht anders angegeben, unterliegen die gezeigten Bilder meinem Urheberrecht und dürfen nicht kopiert werden!

    Besucher seit 24.03.1999=

            © ARMPAS

 

Jetzt werden die "Schluffen" selbst montiert!

Reifenwechsel...

Seit ich Mopped fahre (und schraube) ärgere ich mich über das Thema "Reifen aufziehen lassen"...

Der Händler will dafür meist richtig Kohle - zumindest dann, wenn man die Schluffen (meist erheblich günstiger) im Internet bestellt und mitbringt. Zwei bekannte mit eigenen Maschinen "wollen, sollen, dürfen" keine Reifen mehr an fremden Bikes aufziehen - oder es kommt dann was dazwischen oder, oder, oder... egal - ev. war es auch einfach zu oft bei meinem Verschleiß, aber ich will auch nicht mehr, wenn ich das Gefühl habe betteln zu müssen!

 

Ich bin leider auch nicht besonders geduldig bei dem Thema, weil ich nicht einsehen will, dass das Mopped 2 Wochen rumsteht, nur weil der Reifen runter ist... NEEEE!

 

Eigene Maschine (gebraucht) kaufen??? Kostet meist noch immer richtig Kohle und muss meist noch mit zusätzlichen Adaptern auf Motorradfelgen umgerüstet werden... außerdem brauchen die Monster Platz und müssen auch meist selbst abgeholt werden usw. An dem Thema habe ich lange rumgekaut und dann auch fast schon eine gekauft, als weitere Fragen auftauchten... was mach ich mit den alten Reifen???

 

Dann habe ich gesehen, dass es auch "Maschinen" gibt, mit denen man per Hand Reifen wechseln kann... unterschiedliche Systeme, Preise, Materialien,... leider nie mit Anleitung, wie das eigentlich gehen soll. Ein Kumpel hat das irgendwo aber mal beobachtet und bei dessen Beschreibung dämmerte mir, wie das in etwa geht... also so ein Ding gekauft und mittlerweile auch schon vom 120er bis 180er alles mal probiert - geht echt besser als gedacht... fast schon super!!! :-)

 

Dazu braucht man natürlich auch noch einiges an Zubehör und auch Kompressor hatte ich bislang noch nicht, so dass mich der Spaß insgesamt schon um die 400 Euro kostete... aber ich bin nun endlich frei und kann MEINE Schlappen auch Sonntag früh um 2:30 Uhr montieren, wenn ich um 10:00 Uhr ne Tour fahren will aber der olle Reifen unten ist. Das ist es mir wert!

 

Altreifen kann man übrigens für 2,50 Euro das Stück auf der Deponie abgeben... passt also auch! Auswuchten auf dem Wuchtbock (machen auch die meisten Reifenfuzzis beim Mopped) funktioniert eh tadellos.

 

Meine habe ich noch ein bisschen nach meinen Vorstellungen umbauen lassen vor dem Kauf - denn normal haben die Maschinen nur eine Achse - und diese sollte dann durch das Rad passen UND den Halter mit Montagekopf (erstes Bild) aufnehmen. Meine SuperMoto hat aber vorne eine 17er Achse und alle anderen Achsen (bei mir) haben 20mm... das kann nicht richtig klappen! Also eine zweie Achse geordert, die man dann wechseln kann und einen zweiten Halter anschweißen lassen am Montagekopf. SO klappt das nun perfekt (musste nur hier und da noch ein kleines bisschen an der Maschine nacharbeiten aber nicht der Rede wert - bin halt bei manchem auch Perfektionist).

   

Wo gibt's die Maschinen?

 

Ich habe vermutlich alles abgeklopft, was es an Quellen zum Kauf solcher Maschinen gibt und will kurz darauf eingehen, falls sich selbst jemand mit dem Kaufgedanken trägt...

 

Auf die Idee mit den Maschinen kam man wohl bei Rennveranstaltungen... selbst wenn da ein Reifenservice vor Ort ist, dauert das wohl, bis man an der Reihe ist. Eine transportable Lösung, bei der die Funktion des Motors durch Muskelkraft ersetzt wird, muss die Idee gewesen sein.

 

Ein Anbieter und dessen Maschine taucht hier immer wieder als Original auf... das teil nennt sich dann GP503 ist aus Edelstahl und leider auch im Preis (rund 400 Euro) recht edel.

 

Dann gibt es ganz billige Dinger (um die 50 Euro), die keinen Montierkopf haben und damit sicherlich nur zum Abdrücken (dafür mit ner schönen Abdrückschaufel) taugen... das würde ich lassen!!!

 

Hauptsächlich über ebay gibt es dann einige Maschinen in unterschiedlichen Ausführungen, die stark an das GP503 erinnern, aber aus einfachem Stahlrohr hergestellt sind. Eine solche vom Anbieter "paybiker" aus Österreich habe ich (mit dem kleinen, aufpreispflichtigen Umbau wie oben erwähnt) gekauft und bin (wie gesagt) damit zufrieden... erleichtert wird übrigens die ganze Handhabung, wenn man die Maschine über 2 Schrauben am Boden fixiert... das habe ich gleich beim ersten mal gemacht, damit beide Hände frei bleiben!

 

Wichtig ist der Montagekopf (meist von Butler)... ohne den taugt sicher auch der Rest nichts! Sonst scheinen sich die "Nachbauten" alle recht ähnlich zu sein... mache stehen auf Stelzen (ob das stabil steht??) und jeder hat so seine Farbe, in der er lackiert :-) Ganz selten sind auch Edelstahl-Nachbauten zu sehen...

Was braucht man denn sonst noch?

 

Erst mal einen Ventilausdreher... wer sparsam ist, nimmt eine Metall-Ventilkappe mit integriertem Aufsatz - sonst gibt es dafür auch günstige Ausdrehwerkzeuge.

 

Dann auf alle Fälle ein gutes Montiereisen... habe mir gleich 2 davon (1 reicht aber eigentlich aus) mit 500mm Länge gekauft...

 

Zum Aufziehen sollte man dann Montierpaste und Pinsel haben.

 

Einen recht günstigen Wuchtbock habe ich von Rothewald über Louis gekauft - ist ausreichend und sicher nicht das schlechteste auf dem Markt... aber fast der billigste!

 

Jetzt noch einen Schaber zum leichten demontieren der ollen Gewichte und natürlich ein paar neue Klebegewichte. Habe mir dann auch noch eine schöne Kreide zum Markieren der leichtesten Stelle am Rad (oben beim Auswuchten) gegönnt und ein paar gute (spezielle) Arbeitshandschuhe.

 

Was ich noch zusätzlich gekauft habe sind... ein Sack voll Qualitätsventile, da ich die alten nicht weiter verwenden will (sind nicht so teuer!) und für alle Fälle ein Einziehwerkzeug für die Ventilgummis (obwohl ich selbst Alu-Winkelventile fahre, die nicht gewechselt werden).

 

Ach - jetzt vergesse ich fast noch das teuerste - ein Kompressor um die Reifen auf das Felgenhorn knallen zu lassen ist natürlich auch nötig! Ich habe mir einen ölgeschmierten 1-Zylinder Kompressor mit 24 Liter Druckbehälter gekauft. Nicht den allerbilligsten, dafür schon mit Reifenfüller und Ausblaspistole. Funktioniert damit wirklich tadellos!!! Gibt es auch in den meisten Baumärkten und sollte mit etwa 150 Euro kalkuliert werden.

 

Zusammen sind dann rund 400 Euro für die Unabhängigkeit fällig...

 

Noch ein wichtiger Tipp:

Viele Reifenhersteller markieren die leichteste Stelle am Reifen mit einem farbigen Punkt (meist gelb oder rot). Dieser sollte bei der Montage immer an die schwerste Stelle der Felge gedreht werden (normal nimmt man das Ventil als schwerste Stelle der Felge an... an meinen Bikes nehme ich die Felgen mal ohne Reifen auf den Wuchtbock um zu sehen, wo die leichteste bzw.  schwerste Stelle wirklich ist... diese markiere ich dauerhaft... und es war noch nie (!!!) die Stelle des Ventils! Ev. auch wegen der meist von mir verwendeten Dauerventile in Alu??). So zu wuchten spart unnötige Auswuchtgewichte und reduziert dadurch auch die Schwungmasse.

Leider wissen (oder beachten) viele Reifenhändler das offenbar leider selbst nicht... also ruhig mal darauf achten! Und auf die richtige Laufrichtung sowieso...

< Zurück zur Seitenübersicht >

Designed für Bildschirmauflösung von mindesten 800X600 Pixeln von Armin Pastula alias ARMPAS - Private Internetseite!